Petition zum Erhalt des Spitals Zweisimmen

Medienmitteilung
Spitalversorgung an den Bedürfnissen der Bevölkerung orientieren

Mit einer Petition wollen Vertreter der Gemeinden, des Tourismus und der Ärzteschaft die Spitalversorgung Simmental-Saanenland langfristig sichern (Unterschriftenbogen zum Ausdrucken).

Seit mehr als 10 Jahren harrt die Sicherstellung der medizinischen Grundversorgung in der Region Simmental-Saanenland einer Lösung. 2012 entschied sich die Bergregion Obersimmental-Saanenland – nach Gesprächen mit Spital- und Hausärzten – für Zweisimmen als Spitalstandort. Im Jahr 2013 erklärte der Kanton das Spital Zweisimmen aufgrund der 50km-Distanzregel als versorgungsnotwendig. 2015 stellte die Spital STS AG das Siegerprojekt für den neuen Spitalbau in Zweisimmen mit dem Namen «Dr. House» vor. Darin sollten das eigentliche Spital sowie ein hausärztliches Angebot und Alterswohnungen untergebracht werden. Die Eröffnung war für Herbst 2018 vorgesehen.

Nicht mehr hinterfragen

Kürzlich hat die Gesundheits- und Fürsorgedirektion (GEF) des Kantons Bern eine neue Arbeitsgruppe eingesetzt. Die erneute Infragestellung des stationären Angebots und des zentralen Standorts Zweisimmen lösen Kopfschütteln aus. Nicht nur für die Bevölkerung sondern auch für die Touristen muss eine stationäre medizinische Grundversorgung mit einem Notfalldienst während 24 Stunden am Tag, 7 Tagen in der Woche und 365 Tagen im Jahr sowie mit innerer Medizin, Chirurgie/Traumatologie und Operationssaal betrieben werden. Der Spitalstandort Zweisimmen bietet Vorzüge, die nicht nur aus finanzieller Optik betrachtet werden dürfen. Zweisimmen ist der Verkehrsknotenpunkt für das Simmental und Saanenland. Die Erreichbarkeit für die Bevölkerung ist dank der guten Anbindung an den öffentlichen und privaten Verkehr bestens gegeben. Für das Geburtshaus Maternité Alpine war die Nähe zum Spital ein Kriterium für das Erlangen der Betriebsbewilligung. Ohne Spital ist das Geburtshaus in Zweisimmen gefährdet.

Unterschriftensammlung (Unterschriftenbogen zum Ausdrucken)

Aus Sorge über die erneute Spitaldiskussion haben Vertreter der Gemeinden, des Tourismus und der Ärzteschaft beschlossen, eine Petition zu lancieren. Die Petition fordert den Regierungsrat auf, das stationäre Angebot an den Bedürfnissen der Bevölkerung und weniger an technokratisch-ökonomischen Überlegungen zu orientieren und den sachlich richtigen Standortentscheid der Bergregion nicht mehr zu hinterfragen. Die Unterschriftsbogen werden in den nächsten Tagen per Post zugestellt oder können bei den Gemeindeverwaltungen des Simmentals bezogen werden. Ziel des Petitionskomitees ist es, möglichst viele Unterschriften zu sammeln. Die Petition soll aufzeigen, dass die Bevölkerung und Gäste hinter den Forderungen der Vertreter der Gemeinden, des Tourismus und der Ärzteschaft stehen.

Auskunft erteilen:
Anne Speiser, Grossrätin Zweisimmen, 078 751 31 53
Thomas Knutti, Grossrat Weissenburg, 079 310 60 13